Posts mit dem Label Altermedia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Altermedia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

24 April 2009

Fachleute

Altermedia gratuliert:

Ernst Zündel wird heute 70 (24.04.09)

Zündel ist eine der führenden Koryphäen auf dem Gebiet der revisionistischen Aufarbeitung einiger Details der Zeitgeschichte, das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg betreffend.

Wenn für Altermedia so die Koryphäen des "Revisionismus" aussehen, werden die Heinis wohl nicht viel erreichen.

22 Juni 2007

Schon verloren

Altermedia schreibt über den inhaftierten Holocaustleugner Germar Rudolf:

Obwohl Germar Rudolf im Gefängnis keinen Internet-Anschluß hat, wird ihm auch der Inhalt diverser Netzseiten zur Last gelegt. Offenbar glauben die Hüter der Rechtgläubigkeit, daß der Häftling telepathische Eigenschaften hat oder gar eine neue Art der Datenübertragung erfunden hat, die noch wirkungsvoller ist als wireless LAN.

Wenn ich mich recht erinnere, ist Germar Rudolf unter anderem verurteilt worden, weil er für Webseiten verantwortlich war, deren Inhalt nach deutschem Recht strafbar ist. Diese Webseiten hat er natürlich nicht erst im Gefängnis geschrieben und veröffentlicht, sondern schon vorher.

Was mich auf die Frage bringt, wie dumm man schreiben darf, damit Altermedia einen Beitrag gerade noch veröffentlicht. Anscheinend ist das nach unten offen. Hauptsache, die Meinung ist genehm.

Im Grunde ist das ja ein schöner Beleg dafür, dass die braunen Jungs einpacken können: Wir haben einfach das bessere Personal.

07 April 2007

Dissidenten?

Altermedia kopiert einen Artikel der taz über den Mannheimer Staatsanwalt Andreas Grossmann und sein Vorgehen gegen Holocaust-Leugner und schreibt oben drüber:

Für gewöhnlich nicht unsere Art, aber über die Feiertage sei es uns verziehen, einen Artikel auch mal vollkommen unkommentiert zu veröffentlichen. In diesem Fall handelt es sich um ein Interview der TAZ vom 5. April mit dem Staatsanwalt Andreas Grossmann. Ankläger gegen die gerade erst „verknackten“ Geschichtsdissidenten Ernst Zündel und Germar Rudolf.

Ernst Zündel und Germar Rudolf sind keine Geschichtsdissidenten, sondern Lügner und Fälscher, und sie haben ein Problem mit der Realität.

Man kann einen "Revisionisten" einen Geschichtsfälscher nennen und trotzdem finden, dass er wegen seiner Lügen nicht eingesperrt werden dürfe.

Andererseits kann man sich am braunen Amoklauf gegen die Wirklichkeit beteiligen und "Revisionismus" mit historischem Wissen verwechseln.

Falls man gerade mal Lust hat, den Nationalsozialismus reinzuwaschen.

10 Januar 2007

Todesstrafe, voll integriert

Eine aktuelle Meldung gibt Anlass, noch einmal auf die Berichterstattung von Altermedia über die Holocaust-Leugner-Konferenz in Teheran zurückzublicken. Der Schweizer Neonazi Bernhard Schaub schrieb dort:
Zum andern: Der Iran ist frei von Alkohol und Pornographie – jenen beiden Drogen, die die Köpfe und Gefühle so vieler Europäer vernebeln und den Willen – auch den politischen! – schwächen. Die iranischen Frauen tragen zwar alle ihr Kopftuch, aber in den unterschiedlichsten Formen: von nonnenhafter Strenge über würdevolle Ästhetik bis zu grossstädtischer Keckheit. Und sie sind voll integriert in das Leben, sind berufstätig und selbstbewusst.
Die erwähnte aktuelle Meldung erschien am 10. Januar 2007 in Spiegel-Online. Es geht dort um eine junge Iranerin, die zum Tode verurteilt wurde, weil sie ihren Vergewaltiger in Notwehr getötet hatte. Die Richter sollen zu ihrem Urteil erklärt haben:
"Ein Exempel, damit keine Frau es mehr wagt, ihre Hand gegen einen Mann zu erheben"
Die Frau sitzt seit Anfang 2006 in Haft. Ende 2006 fand die Konferenz der Holocaust-Leugner in Teheran statt. Sie haben natürlich nicht gegen dieses Urteil protestiert. Das kann man aber verstehen: Den Judenmord wegdiskutieren, das ist schon anstrengend genug. Da muss man sich nicht auch noch mit moralischen Grundsätzen belasten.

21 Dezember 2006

Teheran mal wieder

Ja, ich weiß, ich wiederhole mich. Muss aber sein.

Auf den Seiten von Altermedia lobt der Holocaust-Leugner und Antisemit Schaub den Holocaust-Leugner und Antisemiten Ahmadinedschad (im Nebenberuf iranischer Staatspräsident) und schreibt über dessen Ansichten:
Man könnte sie in die Worte zusammenfassen: Freiheit für die Völker, Friede unter den Menschen, Befreiung vom Joch der zionistischen Weltherrschaft und Wahrheit in der Geschichtsforschung, insbesondere der Holocaustforschung. Wörtlich sagte er: „Der Iran ist die Heimat aller freien Denker.“ Alle Verfolgten seien eingeladen, in seinem Land Zuflucht zu suchen.
Die Sufis sind schon da - und werden verfolgt. Und keiner der braunen "Wahrheitssucher" verliert auch nur ein Wort darüber.

Opportunistisch sind sie, und feige obendrein.

Aber so ist das eben, wenn sich Leute treffen, deren Lebensinhalt darin besteht, andere Leute nicht zu mögen.

14 Dezember 2006

Wette gewonnen

Am 10. Oktober schrieb ich über die Holocaust-Leugner-Konferenz in Teheran: Wetten, dass kein Holocaust-Leugner auch nur eine Silbe über die Sufis verliert, die sich im Land ihres Gastgebers in exakt der Situation befinden, über die sie selbst so häufig jammern?

Die Konferenz ist vorbei, und genau so ist es gekommen. Altermedia übersetzt einen Satz aus der Rede des ehemaligen Ku-Klux-Clan-Anführers David Duke wie folgt:
Diese Konferenz greift die Idee der Freiheit von Rede, Meinung und des Gewissens auf.
Vor allem vom letzten Punkt, der Freiheit des Gewissens, haben die Teilnehmer offenbar ausgiebig Gebrauch gemacht.

18 November 2006

Bunker im Kopf

Störtebeker schreibt und Altermedia übernimmt einen Text, in dem u.a. ein Bericht auf redok.de erwähnt wird. In einem Verfahren gegen Rechtsextremisten sei, so erfährt man bei redok, ein Zeuge beschimpft worden, und es gebe Hinweise auf gezielte Agitation gegen den Zeugen unter Nennung von Namen und Anschrift.

Darauf heißt es bei Störtebeker/Altermedia:
Eine Aufregung, die wir nicht so recht nachvollziehen können, gehört das Aufrufen zum Outen politischer Gegner gerade auf linker Seite förmlich zu den Standards der politischen Auseinandersetzung (...)
Dann folgen Beispiele:
  • (...) der NPD-Angehörige Lutz Giesen von einer Antifa-Gruppe Ende Oktober in seinem Wohnblock geoutet

  • (...) nachdem man bereits im Sommer auf ähnliche Weise gegen den NPD-Kandidaten David Petereit in Rostock vorgegangen war

  • (...) Bei regelmäßiger Lektüre von linken Internetseiten wie Indymedia oder Links-lang.de wird man finden, daß Vorgänge dieser Art keineswegs selten oder gar eine Ausnahmeerscheinung sind.
Der Beleg dafür, dass redok "auf linker Seite" steht, ist für Altermedia offenbar darin zu sehen, dass irgendjemand ganz woanders irgendetwas getan hat. Mit der gleichen Logik versuchen diverse Pappenheimer, den Holocaust wegzudiskutieren. Der Erfolg ist eher mäßig.

redok soll links sein? Auf den Seiten sieht man nichts davon. redok berichtet über Rechtsextremismus und einige andere Dinge. Nicht mehr und nicht weniger.

Doch bei Altermedia gilt offenbar als links, wer den Rechtsextremismus kritisch sieht.

Nun denn: Innenminister Schäuble äußert sich besorgt über den Rechtsextremismus. Innerhalb der CDU gehört er eher zur "Law and Order"-Fraktion, und die ist nicht so doll links.

Altbundespräsident von Weizsäcker äußert sich besorgt über den Rechtsextremismus. Er gilt gemeinhin als Konservativer, nicht als Linker.

Der bayerische Innenminister Beckstein geht gelegentlich scharf gegen Rechtsextremisten vor. Die CSU steht sicher nicht links von der CDU, und Beckstein gehört in der CSU sicher nicht dem linken Flügel der CSU an.

Bei den Verstörtebekers ist die Gleichung vermutlich recht einfach: Feind ist alles, was nicht braun ist.

Es gibt dafür ein sehr schönes, treffendes Wort: Bunkermentalität.